Das Altgold
Als Altgold wird in der Regel altes Gold bezeichnet, dass nur noch eingeschränkte oder gar keine Verwendung mehr findet. Es handelt sich bei Altgold im Allgemeinen um alte Münzen, defekten Schmuck, unbrauchbare Uhren oder Zahngold. Der Zustand der Goldstücke ist bei Altgold also nicht entscheidend. Es muss sich lediglich um Goldlegierungen handelt, egal in welchem Zustand diese sich befinden.
Auch mit Altgold lässt sich über einen Goldankauf schnell Geld machen. Es lohnt sich also, die heimischen Schubläden nach defekten und nicht mehr gebrauchten Goldgegenständen zu durchsuchen und sie zu Goldhändlern oder Juwelierläden in der Nähe zu bringen.
Eine andere interessante Möglichkeit aus Altgold etwas Sinnvolles zu machen ist der Gang zum Goldschmied. Er kann aus alten und defekten Schmuckstücken wieder etwas ganz Neues herstellen, in dem er das Edelmetall selber in eine neue Form gießt. Gerne geht ein Goldschmied auch auf die Wünsche und Vorschläge des Kunden ein. Auch an den alten Schmuckstücken angebrachte Edelsteine können wieder neu verwertet werden, sofern sie intakt sind.
Die Herstellung des aus Altgold gegossenen Schmuckstücks erfolgt über ein Wachsmodell. Zunächst wird das Schmuckstück, das neu entstehen soll, aus Wachs hergestellt. Dieses Modell wird in Gips gebettet und in einem so genannten Ausbrennofen bei einer Temperatur von 900 Grad Celsius erhitzt. Dabei schmilzt das Wachs, so dass im Gips eine Negativform des Schmuckes entsteht. Mit Hilfe einer Schleudergussmaschine oder einer Vakuumgussmaschine wird das Altgold geschmolzen und in die Gipsform gegossen. Diese Verbindung lässt man nun gut auskühlen. In einem nächsten Schritt zerschlägt man die Gipsform und das neu entstandene Schmuckstück kann herausgelöst werden. Dieses wird in einem letzten Schritt überarbeitet, Steine werden gegebenenfalls eingesetzt und das Edelmetall poliert.
Legierungen, die im Altgold vorhanden waren, aber für das neue Schmuckstück nicht mehr gebraucht werden, können recycelt werden. Dies bedeutet, dass sie in ihre ursprünglichen Edelmetalle aufgeteilt werden und so für neue Legierungen wiederverwendet werden können.
Die Möglichkeit, sein Altgold bei einem Goldschmied zu einem neuen Schmuckstück kreieren zu lassen, stellt eine schöne Idee dar, kostengünstig an eine Individualanfertigung zu gelangen, die es auf dem Markt nicht zu kaufen gibt. Da der Feingoldgehalt des Altgoldes in die Neuerstellung mit einfließt, werden die Kosten gering gehalten. Lediglich die Arbeitsstunden des Goldschmiedes müssen vergütet werden. Wird nicht das gesamte Gold des Altgoldes verwendet, so ist es sogar möglich, dass man am Ende neben dem neuen Schmuckstück auch noch Bargeld in der Hand hält, da das überschüssige Gold beim Goldschmied in Zahlung gegeben wird.
Hier kann man sich leicht über aktuelle Altgold-Preise informieren
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