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Münzen Gedenkmünzen

Seit 1953 werden in Deutschland Gedenkmünzen geprägt, die auf ein erinnerungswürdiges Ereignis hinweisen. Diese sind im Normalfall nicht für den alltäglichen Geldumlauf, sondern als Sammler- und Erinnerungsstück gedacht. Verantworlich und mit der Aufsicht über die Herstellung und Prägung dieser Münzen hat das Bundesministerium für Finanzen inne. Mit der Herstellung der Münzen werden in der Regel die Länder beauftragt. Der Bund gibt diese Herstellung in Auftrag, da dieser das Münzrecht besitzt. Die Wertseite der Gedenkmünze zeigt stets einen Adler.
Am 11. September 1953 wurde die erste Münze Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben. Diese hatte einen Wert von 5 Deutschen Mark. 1240 Exemplare der Münzen wurden in Spiegelglanz ausgegeben, der Rest in Stempelglanz. Sie wurde, wie alle 5-DM-Münzen bis 1979 aus 625er Silber geprägt. Sie wurde im Bayerischen Hauptmünzamt in München geprägt. Seit der ersten Gedenkmünzen wurden viele weitere in Deutschland produziert. 1970 wurde eine Serie in Erinnerung an die Olympischen Sommerspiele 1970 in München geprägt. Auch der 200. Todestag Friedrich des Großen wurde 1986 durch eine Gedenkmünze gedacht, 1992 der 125. Geburtstag von Käthe Kollwitz und 1998 der 900. Geburtstag von Hildegard von Bingen. Ausgezeichnet durch den amerikanischen Fachverlag Krause Publications wurden 2005 die Gedenkmünze FIFA zur Fussballweltmeisterschaft, ebenso 2005 die Gedenkmünze Albert Einstein- 100 Jahre Relativität, und 2008 die Gedenkmünze zum 125. Geburtstag Frank Kafkas.
Bis zur Währungsumstellung wurden über eine halbe Milliarde Gedenkmünzen in DM geprägt. Die erste fünf 5-DM-Gedenkausgaben erfreuen sich der größten Beliebtheit.

Seit der Einführung des Euros am 1.1.2002 besitzen die deutschen Gedenkmünzen die Währungsbezeichnung des Euros. Durch die Deutsche Bundesbank können alle vorherigen Münzen Gedenkmünze in Euro umgetauscht werden. Seit Anfang 2002 werden alle Gedenkmünzen zu 2,10, 100 und 200 Euro ausgegeben. Seit diesem Zeitpunkt wurden bisher jährlich zwischen 8 und 13 Millionen Euro der 10-Euro-Gedenkmünzen ausgegeben. Diese zählt auch als Zahlungsmittel, welches allerdings nur zögernd aus Unkenntnis angenommen wird

 

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