Südafrikas Goldmünze, der Krügerrand
Eine der bekanntesten Goldanlagemünzen der Welt ist der Krugerrand. Eine Unze Gold mit einer Feinheit von 22 Karat ist in jeder Krügerrand Goldmünze enthalten. Der Namensgeber der weltbekannten Münze ist Paul Kruger. Der Rand kommt vom Gebiet „Witwatersrand“, dort wurde 1886 erstmals Gold gefunden.
Obwohl der Nennwert beim Krugerrand nicht aufgeprägt ist, ist er als gesetzliches Zahlungsmittel in Südafrika zu gelassen. Sein Wert wird täglich neu bestimmt. Dies geschieht auf Basis des aktuellen Goldfixings in London.
Auf der Vorderseite, das so genannte Avers, der Münze wird das Bild von Paul Kruger (1825-1904) und der Schriftzug „Suid-Afrika – South Africa“ gezeigt. Auf der Rückseite, das so genannte Revers, ist eine Springbock-Antilope, das Wappentier Südafrikas, zu sehen. Die Springbock-Antilope ist immer von der Angabe des jeweiligen Prägejahrs eingerahmt. Im oberen Teil der goldenen Münze findet man den Schriftzug „Krugerrand“ und unterhalb die Aufschrift „Fyngoud 1 Oz Fine Gold“. Otto Schulz gestaltete die Vorderseite der Münze. Die Rückseite wurde von Cl Steynberg gestaltet. Aus der Kupferlegierung der Münze, die auch der Kratzfestigkeit dient, ergeben sich der rötliche Farbton und das höhere Rohgewicht.
Mit einem Feingewicht von einer Unze erfolgt die Prägung des Krugerrand seit dem Jahr 1967. Im Prägejahr 1980 wurden erstmals auch Stückelungen von einer halben, viertel und zehntel Unze produziert. In jährlich nur geringer Stückzahl werden Proof Ausgaben herausgegeben. Diese verfügen im Gegensatz zur Stempelglanzprägung über einen Spiegelglanzhintergrund und ein mattiertes Motiv. Die „SA Mint“ ist eine Prägestätte der sogenannten Proof Ausgabe.
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Zu den beliebtesten Goldanlagemünzen der Welt gehört der Krugerrand, unter anderem auch, weil nur ein relativ geringen Aufpreis (ca. 5%) auf den Materialwert beim Kauf dazu. Die USA boykottierten 1986 die Krugerrand Münze, was auch in der EU seinen Niederschlag fand. Die Auflagen der Münze sind seither relativ gering. Der Boykott fand erst im Jahr 1999 fein Ende. Dies kann man an seither leicht steigenden Prägezahlen ablesen. Bei Sammlern sind besonders die Ausgaben der Jahre 1967 bis 1969, 1986, 1987, 1991 bis 1999, vor allem in Proof Qualität, sehr gefragt. Die regelmäßig höchsten Preise erzielt der Jahrgang 1992 der Münze.
Aus 916er Gold besteht die offizielle Prägung des Krugerrand. Das ist ein großer unterschied zu anderen Prägungen aus 333er, 585er oder gar 99999er Gold und wiegt in Form der 1/10 Unze mindestens 3,39 Gramm.
Bei den meisten Banken oder Münzhändlern in Deutschland ist der Krugerrand erhältlich. Er erfreut sich reger Handelsaktivitäten. Es gilt eine MwSt.-Befreiung für diese Münzen. Diese gilt EU weit.
Eine lange Tradition in Süd Afrika hat neben dem Prägen von Anlagemünzen auch das Prägen von Sammlermünzen. Daher ist auch nicht überraschend, dass von der SA Mint der Krugerrand bereits 1967 in den Erhaltungsgraden "Uncirculated" und "Proof" geprägt wurde.
Durch den Spiegelglanz-Hintergrund und das mattierte Motiv (sog. Frosting) entscheiden sich die hochwertigen Sammlerstücke bereits auf den ersten Blick von der Stempelglanzausgabe. Außerdem werden die Proof Krugerrand in einer deutlich geringeren Auflage und seit 1977 mit einer feineren Kerbung des Münzrands (220 statt 180 Kerben) hergestellt.
Die Prägetechnik hat sich in all den Prägejahren verändert. Die "Stärke" der Mattierung hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Proof Krugerrand von 1967 und 1968 deutlich von den heutigen Ausgaben. Bei der Erstprägung gab es noch kein Frosting und war aus dem Grund entsprechend schwer von gut erhaltenen Stempelglanzausgaben zu unterscheiden. Deshalb kann man Käufern nur raten, nur zertifizierte Exemplare zu kaufen (PCGS, NGC, SAGCE). 1968 wurden ausnahmsweise zwei Varianten auf den Markt gebracht. Hierbei handelt es sich um das einseitige (Büste glänzend, Springbock matt) und das beidseitige Frosting der Motive.
Sammlern aus aller Welt wurde von 1987 bis einschließlich 1991 ermöglicht die Münze in der Gold Reef City Mint (Johannesburg) selbst zu prägen. Diese Prägemaschine ist eine der ältesten noch funktionierenden der Welt, die "Oom Paul Press", wurde hierbei verwendet. Auf dieser Presse wurde unter anderem die erste "Krugerrand" Serie geprägt.
Die GRC Mint war entgegen der SA Mint zunächst nur einem ausgewählten Personenkreis zugänglich. Diese bot später auch weiten Kreisen die Möglichkeit zur "Selbstprägung".
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