Am 10. Oktober 1989 war die Geburtsstunde der Wiener Philharmoniker Silbermünze 1 oz. Bevor sie in Silber gedruckt wurde, gab es sie lange Zeit nur in Gold zu kaufen. Zuerst wurde diese nur in den Größen eine Unze, sprich 31,1g und in einer viertel Unze, umgerechnet 7,8g angeboten. Da diese beiden Münzen so beliebt waren, wurden schnell noch weitere in anderen Größen gedruckt. So gab es diese dann auch in den Gewichtungen einer halben Unze, 15,6g und in einer zehntel Unze, was ein Gewicht von 3,1g beträgt.

Der Erfolg der Münze 1 oz wurde immer größer und so feierte sie im Jahr 1990 einen großen Sieg. Sie war die meist verkaufte Münze in Europa und wurde auf dem Weltmarkt auf Platz 2 gehandelt. Das hatte bisher noch keine Münze geschafft. Nach diesem Sieg ging es weiter aufwärts mit der Silbermünze 1 oz. So wurde sie vom World Gold Council in den Jahren 1992, 1995, 1996 und 2000 zur „Meist verkauften Münze der Welt“ erklärt.

 

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Eine Berechnung hat ergeben, dass seit dem Startschuss der Münze im Jahr 1998 bis zum Jahr 2004 insgesamt mehr als 8,2 Millionen Münzen 1 oz verkauft wurden. In Gewicht würde dies 5,6 Millionen Unzen bedeuten. Das wiederum in Gold gerechnet wären das 174 Tonnen. Für eine Münze ein wahrer Erfolg. Dieser sollte noch weiter ausgebaut werden und so wurde ab dem 01. Februar 2008 die Prägung der Münze 1 oz begonnen. War sie bisher nur in Gold erschienen, kam ein neues Edelmetall hinzu: Silber. Wie es sich für eine Anlagemünze gehört, wurde auch hier ein Nennwert festgesetzt, der derzeit auf 1,50 Euro pro Münze 1 oz beträgt. Normalerweise besitzen die Münzen keinen Nennwert, doch die Wiener Philharmonie hat eine Anlagemünze herausgebracht, die mit ihrem Euro-Nennwert der Wiener Philharmonieeinen Umsatz von 35 bis 40 Prozent im Jahr 2004 beschert hatte.

Die Münze hat bis heute ihr Aussehen nicht verändert. So findet man auf der einen Seite der Münze 1 oz die Instrumente des berühmten Orchesters. Auf der anderen silbernen Seite der Münze 1 oz kann man die berühmte Orgel erkennen. Diese spielte beim Neujahrskonzert im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Seit dem Jahr 1989 wird jedes Jahr eine neue Philharmoniker Münze 1 oz gedruckt und geprägt. Die Motive bleiben gleich, nur das Jahr ändert sich auf der Münze. So gibt es insgesamt 20 Münzenjahre, sprich jedes Jahr eine neue Jahresmünze.

Die Bilder auf der Münze 1 oz wurden von dem Chefgravuer Thomas Pesendorfer entworfen. Sie sind bis heute geblieben und werden auch in Zukunft die Wiener Philharmoniker Münze 1 oz prägen. Wie bereits erwähnt, besitzt die Münze 1 oz einen Nennwert. Gab es diesen in Schilling, so wurde er nach der Euroeinführung 2002 ebenfalls geändert.

Die Philharmoniker Münze 1 oz ist ein offizielles Zahlungsmittel und könnte überall eingesetzt werden. Da die Münze als Anlageform gilt, ist sie zudem in einigen Länder umsatzsteuerfrei. Je nach Wert des aktuellen Silberpreises ist auch der Wert des Verkaufspreises unterschiedlich.

War bisher Gold eine sichere Anlageform, so konnte Silber in den letzten Jahren nachziehen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es die Wiener Philharmoniker nicht nur in Gold, sondern auch als Münze 1 oz erhältlich ist. Da Edelmetalle im Gegensatz zu anderen Anlageformen in einem hohen Maß sicher sind, wird von Experten geraten, einen Teil seines Vermögens in Metalle, wie die Münze 1 oz anzulegen. Durch den Euro-Nennwert leicht anzulegen und mit der Prägung „Republik Österreich“ eine hohe Absicherung, genau das brauchen derzeit die Anleger. Wer sich eine Philharmoniker Münze 1 oz zulegt, bekommt diese mit einer Gewichtung von 31,103g, sowie einem Durchmesser von 37mm.

 

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Gold und Silber kann man nicht essen